20. Mai 2026 - Beiträge - Allgemein - Autor*in

Jakobspilgerreise nach Santiago de Compostela Tag 1

„Wenn einer eine Reise macht, so kann er was erzählen“ – so heißt es.
31 Landfrauen landeten am Sonntagmorgen bei frühlingshaften Temperaturen in Porto, um sich auf den Weg der mittelalterlichen Jakobspilger bis nach Santiago de Compostela zu machen – mit Wanderungen und Besichtigungen. Nach dem für uns organisierten Frühstück wurden wir zu einer Stadtführung abgeholt. Auf der Busfahrt zum Strand, vorbei an den Parks und dem Villenviertel in Strandnähe aus dem frühen 20. Jahrhundert, ging es zur Festung – einer Erinnerung an die Seefahrerzeit Portugals. Am Morgen war das Meer noch in Nebel gehüllt; ein mystisches Bild bot sich uns dar. Während der Fahrt erfuhren wir einiges über die Geschichte der Stadt und die heutige Situation der Bevölkerung. Porto ist die drittgrößte Stadt Portugals und für viele Pilger der Ausgangspunkt der etwa 290 Kilometer langen Pilgerroute nach Santiago de Compostela. Nach der Busfahrt ging es dann zu Fuß weiter in die Altstadt Ribeira, die seit 1996 als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen ist – mit ihren reizvollen kleinen Gassen und den alten bunten Häusern. Besonders prägend sind die Azulejos, die typischen Fliesen Portugals. Eindrucksvoll sind vor allem die weiß-blauen Fliesen im alten Bahnhof São Bento; sie illustrieren Szenen aus der portugiesischen Geschichte. Das Flair der Stadt ist auch sonntags einmalig. Der 76 Meter hohe Turm der Igreja dos Clérigos ist unübersehbar. Endlich hatten wir Freizeit, um am Ufer des Douro die Sonne zu genießen und die 2-stöckige Dom-Luís-Brücke zu bestaunen, die an die Stahlkonstruktion des Eiffelturms erinnert. Im unteren Bereich fahren die Autos, während die obere Ebene von der Metro und den Fußgängern genutzt wird. Einige von uns machten sich auf den Weg nach Vila Nova de Gaia, dorthin, wo sich die berühmten 17 Portweinkeller Portugals befinden. Am Ufer des Douro konnten wir die erfrischende Entdeckung des Porto Tónico machen, der auf unserer Reise zu unserem Lieblingsgetränk wurde. Dann ging es mit dem Bus ins Hotel. Alle unsere „Pilgerherbergen“ luden die ermüdeten Pilgerinnen abends zur ersehnten Pilgermahlzeit mit Wein und Wasser ein und boten uns Müden eine bequeme Schlafstätte, damit wir uns nach dem Frühstück um 7 Uhr gestärkt zur täglichen Wanderung und Besichtigung aufmachen konnten. (DN)